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Sofron Sateejev, Insel Tojon-Aryy, 17. Januar 1925

    Wenn einer Schamane werden soll, so muß er eine besondere Zeremonie durchmachen, die Zerschneidung seines Körpers. Geister verstorbener Schamanen, der Vorfahren des betreffenden Schamanen-Kandidaten, nehmen dies vor. Beim Vollzug der Zerstückelung stirbt der Geprüfte. Er liegt drei bis vier Tage lang auf der rechten Pritsche in seiner Jurte, er ißt und trinkt nichts. Ein Knabe, der nichts Unreines und Sündhaftes kennt, muß ihm aufwarten und ihm Speise reichen. Er gibt dem Schamanen in der Regel nur "Schwarzes Wasser". Vor dem Fenster, an dem der Kandidat liegt, bios zur Viehhürde hin errichtet man einen Zaun. Niemand und nichts - von denen, die Füße haben - soll an dem Platz, wo seine Bank steht, von außen vorübergehen. Ebenso dürfen auch in der Jurte die Leute zwischen seiner Pritsche und dem Ofen nicht hindurchgehen.

    Man umwindet sein Haupt mit einem Strick, der aus weißem Haar geflochten und mit Stoffstückchen behängt ist. Jeden Tag wechselt man diesen Strick.

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