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Das tuvinische Schamanentum

    In den Jahren 1996 und 2000 konnten durch die Bemühungen der Foundation for Shamanic Studies tuvinische Schamanen Europa besuchen, und so ihr Wissen einem breiteren und interessierten Publikum präsentieren. Die Delegationen wurden von Prof. Dr. Mongush Barachowitsch Kenin-Lopsan geleitet, dem profundesten Kenner des tuvinischen Schamanismus und selbst ein Schamane. Seit 1993 befindet sich die Foundation for Shamanic Studies in regem Austausch mit den tuvinischen Schamanen und so konnte 1996 erstmals eine tuvinische Delegation von Schamanen Europa besuchen. In der ersten Delegation befanden sich die Schamanen Saryglar Borbak-Ool, Oleg Toiduk (verstorben) und Kyrgyss Chawandajewitsch (verstorben). In der zweiten Delegation, die im Jahre 2000 nach Deutschland kam, befanden sich neben dem Professor folgende Schamanen: Saryglar Borbak-Ool (verstorben 2004), Nikolai Oorzhak-Ool und Nina Syrat. Außerdem wurde die zweite Delegation noch von der tuvinischen Wissenschaftlerin Ljubov Tas-Ool begleitet. Die Dolmetscherin Rollanda Kongar war Teil beider Delegationen.

Die verschiedenen Arten von Schamanen in Tuva

    Im sibirischen und mongolischen Schamanismus wird in ethnologischen Schriften des Öfteren eine Unterscheidung zwischen sogenannten weißen und schwarzen Schamanen getroffen. Der schwarze Schamane reist in die Untere Welt und tendiert mehr zu Ekstase und Besessenheitsphänomenen, während der weiße Schamanen eher größere Rituale leitet, und die Obere Welt bereist. Der weiße Schamane ist derjenige in dieser Klassifizierung, der die klassischen Seelenflüge durchführt. In Tuva greift diese Form der Unterteilung nicht. Der tuvinische Schamanismus ist weitaus vielseitiger und kennt folgende verschiedenen Schamanenarten:

dear uktug khamnar - die Schamanen, die vom Himmel gestiegen sind.

yzyguur salgaan khamnar - die erblichen Schamanen.

cher sug eelerinden khamnaan khamnar - die Schamanen der Erd- und Wassergeister.

aza uktug khamnar - die Teufelsschamanen.

albys uktug khamnar - die Schamanen, die von einer Hexe abstammen.



    Dieser Bereich basiert auf dem Artikel "Die mythischen Wurzeln des tuvinischen Schamanismus" von Mongush B. Kenin-Lopsan, der im Katalog zur Ausstellung "Schamanismus und andere Welten" publiziert wurde.

    An dieser Stelle danke ich ausdrücklich Paul & Roswita Uccusic, ohne deren Bemühungen keine der beiden Delegationen Österreich und Deutschland besucht hätte. Weiter gilt mein Dank natürlich den tuvinischen Schamanen, die die Mühen auf sich genommen haben, uns ihren Schamanismus nahe zu bringen und zu zeigen.

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