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Diverse Gebräuche im andinen Raum

    Viele Mythen und Legenden sind mir über den Kondor nicht bekannt. Er war für die Inkas Bote der Götter, der von den Menschen hinauf in die obere Welt (hanan pacha) fliegt, um die Bitten der Menschen hinaufzutragen. Der Kondor verkörperte Weisheit und Klugheit. In Macchu Picchu ist ein Kondor in einer Nische in den Fels graviert. Jeden Morgen trug er die Sonne in den Himmel hinauf.

     Die Überlieferung sagt, daß ein toter Kondor vom Himmel in den Hof des Aqllawasi Cusqos - dem Haus der Sonnenjungfrauen - fiel und damit die Zerstörung von Tawantinsuyo ankündigte.

    "Kondor"M bedeutet in Ecuador und Chile "Goldmünze" und in einigen Dörfern der Anden wurden die Augen des Kondors verspeist um die eigene Sehkraft zu steigern.

    Im Kondororakel der Callawayas bedeutet das erscheinen eines Kondors den Tod einer untreuen Ehefrau. Kam ein Callawaya aus seiner jahrelangen Wanderschaft zurück nach Hause und fand heraus, das seine Ehefrau untreu war, wurde das Kondororakel durchgeführt. Die Frau wurde auf einen hohen Berg geführt, und erschienen trotz der gesamten Versammlung des Dorfes usw. die Kondore, bedeutete das den Tod der Ehebrecherin. Dieser Brauch gewann erst während der Zeit der Conquistadores an Bedeutung ...

    Ein Stück Schlangenhaut, ein Jaguarzahn und eine Kondorkralle sind für den Callawaya Wanderarzt sehr wichtige Amulette. Auch wurde der Kondor zur Herstellung langsam wirklender Gifte benutzt. Man lies einen Kondor erst einmal hungern. Danach bekam er verwestes Aas zu fressen. Den Kot des Kondors benutzte man dann als Gift. Der Tod soll innerhalb von zwei Monaten eintreten.

     Der ayarachi ist ein noch bis vor kurzem im Hochland Perus ausgeführter Tanz. Dann, wenn das Kreuz des Südens am höchsten steht - am 3. Mai - wurde der Tanz unter den Namen "Sikuri des Südens" ausgeführt. Ayarachi bedeutet - so schreibt Ormachea - "der die Toten gehen läßt" oder "um die Toten zu begleiten". Dabei ahmen die Tänzer die Flugbewegungen des Kondors nach und nehmen am Boden liegende Fleischstücke ohne Hände nur mit Mund und Zähnen auf. Während dieses Festes wurden auch Ehen geschlossen.

    Ruft ein Heiler oder Wahrsager die Berggeister (aukis), so erscheinen sie als Kondore. Wahrsager wurden als direkte Representanten der Berggeister gesehen, nicht nur als deren Vermittler.

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