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Schamanische Trancetechnik

    Es gibt im Schamanentum viele verschiedene Wege, sich in Trance zu versetzen. Um dem Leser einen Ansatz der Systematik zu vermitteln, habe ich hier die wichtigsten Methoden zusammengestellt, nebst praktischen Hinweisen aus der Erfahrung. Ich weise darauf hin, daß viele der hier aufgeführten Techniken bei falscher oder unsachgemäßer Anwendung durchaus zu körperlichen Schäden führen können. In Deutschland ist nach wie vor der Gebrauch entheogener Substanzen verboten! Ich übernehme natürlich keinerlei Haftung für eventuell entstehende Schäden, die aus der Anwendung der beschriebenen Techniken entstehen könnten. Ich gebe bewußt keine genaueren Anweisungen zur Durchführung der einzelnen Trancetechniken, um Anfängern damit nahezulegen, sich mit der Materie noch tiefer zu beschäftigen. Fortgeschrittene Trance-Techniker werden vielleicht Anregungen finden, ihre eigenen Trancetechniken etwas zu erweitern.

    Im Zusammenhang mit diversen Umtrieben innerhalb der esoterischen Szene muß ich darauf hinweisen, daß Psycho-Sekten und andere Seelenfänger oft ähnliche Methoden wie die hier aufgeführten praktizieren, um ihre Anhänger in Abhängigkeitverhältnisse zu steuern und zu entmündigen. Diese Praktiken der Gehirnwäsche sind leider sehr populär geworden. Wer sich dafür näher interessiert, den verweise ich auf das Buch "Psycho-Sekten - Die Praktiken der Seelenfänger" von Frank Nordhausen und Liane v. Billerbeck. Erschienen im Fischer Verlag, überarbeitete Neuauflage 1999. ISBN 3-596-14240-7 oder dem elektronischen Sektenarchiv "Religio", welches ich wärmstens jedem aufgeklärten Praktiker empfehle. Ich selbst verurteile derartige Anwendungen und distanziere mich von solchen Gruppierungen. Ich weise darauf hin, daß die unten aufgeführten Methoden den Menschen offen für Suggestion und Manipulation machen können. Jedem "Lehrer" oder Guru, dessen Integrität nicht sicher ist, sollte daher ein gehöriges Mißtrauen entgegengebracht werden.

Tranceinduktion durch Rhythmus
Die Hemisphärensynchronisation Robert Monroes
Tranceinduktion durch Körperhaltungen
Tranceinduktion durch Konzentration
Tranceinduktion durch entheogene Substanzen
Vergleichende Tabelle unterschiedlicher Trancezustände

KIA

    Zwei weitere Methoden, den Bewußtseinszustand zu verändern, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber, da ich sie selbst nicht praktiziere oder praktiziert habe: Fasten und Schlafentzug. Beide Methoden sind sehr potente Wege, Trance zu induzieren.

    Natürlich gibt es zahlreiche Mischformen, in denen zwei oder mehrere der erwähnten Methoden kombiniert werden. Sofern mir bekannt, bin ich in den einzelnen Kapiteln darauf eingegangen. Das Tranceerlebnis als solches ist in den traditionellen Kulturen durch die Erwartungshaltung geprägt. So erwarten Serviteurs im Voodoo eine Amnesie, die ein Element ihrer Trance-Erfahrung darstellt. Die !Kung dagegen wären eher verwundert, wenn sie in ihrer Trance eine Amnesie erfahren würden. Dadurch, daß es in Europa keinerlei vorgegebenen Erwartungen an den Trancezustand gibt, sind wir dazu gezwungen, eigene Erwartungen mit dem Trancezustand zu verbinden. Wir sind sozusagen Schöpfer neuer Trance-Erfahrungen. Es ist unbestritten, daß uns traditionelle Trancemuster dabei helfen können.

    Sehr wichtig im Zusammenhang mit Trancearbeit ist natürlich die Vorbereitung zur Trance. Um Trancearbeit zu machen, benötigen Sie vor allem Zeit. Vor der Arbeit ist es wichtig, keine Belastung aus dem Alltag mit sich herumzuschleppen, welche die Tranceinduktion oft erschweren. Vorbereitend ist wichtig, sich klar darüber zu sein, was man zur Trance alles benötigt: Platz, Beleuchtung (soll es Tag oder Nacht sein?), eventuelle Räucherungen, musikalische Untermalung, Zweck und Ziel (d.h. die tatsächliche Intention, die mit der Trancesitzung verknüpft wird: z.b. Reisen, Sigillen aufladen, Zauber verhängen usw.) der Trance oder auch körperliches Aufwärmen oder entspannen. Bei Seið ist es beispielsweise auch gut zu wissen, daß man vorher nichts essen oder viel trinken sollte, auch ein Toilettenbesuch kurz davor ist ein guter Ratschlag. Tranceunerfahrene sollten sich mit Erfahrenen in den einzelnen Techniken zusammentun, um die richtigen Vorbereitungen zu treffen, denn manchmal kommt man selbst nur schwer wieder aus einer tiefen Trance heraus. Die Dauer der eigentlichen Trance kann sehr verschieden sein, je nach Technik, die angewandt wird. Das kann von einer Viertelstunde bis über 24 Stunden dauern. Eine wirksame Technik sich zu erden ist natürlich Voraussetzung zur intensiven Arbeit mit Trancetechniken wie Seið oder mit entheogenen Substanzen wie DMT. Das Ableiten der überschüssigen Energien in den Erdboden ist ein kleiner Tip aus der Praxis. Etwas schwieriger zu vermitteln ist die Tatsache, daß zum erfolgreichen Ausführen einer magischen oder schamanischen Handlung (wie z.b. der Trance) die Gewißheit gehört. Klarheit ist ein anderes Wort für diese innere Haltung: Zweifel an der eigenen Fähigkeit oder der Ausführung können die beste Intention zunichte machen - ein guter Grund, das Ego durch Trance auszuschalten.


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